30. August – 27. September 2026
Mit Werken von Hugo Wetli und Ueli Güdel zeigen wir, wie schon in früheren Jahren, nochmals das eindrückliche kreative Schaffen zweier Berner Künstler, die in unserer Sammlung repräsentativ vertreten sind. Beide schufen ein umfangreiches, jedoch völlig verschiedenes Oeuvre. Die Gegenüberstellung dürfte faszinieren.
Hugo Wetli wurde 1916 in Bern geboren. Nach einer Lehre als Bauzeichner bildete er sich zum Grafiker aus. Er konnte u.a. Werbe-Illustrationen für die Swissair, die SBB und die Schweizerische Verkehrszentrale ausführen. Für seine originellen Plakate wurde er in Europa und in den USA ausgezeichnet. 1964 bezog er ein Atelier im alten Schulhaus von Herrenschwanden. In den acht letzten Jahren seines Lebens schuf er ein umfangreiches zeichnerisches und malerisches Werk. Er zeigt uns u.a. schwungvoll gemalte Emmentaler Landschaften, Venedigs prächtige Paläste, Kairos Minarette und figürliche Darstellungen. Viele Gemälde sind farblich reich strukturiert. Hugo Wetli war auch ein talentierter Pianist. 1970 konnte er für die Schweizerische Mobiliar-Versicherung eine Serie mit Farblithografien zum Thema «Musiker» gestalten. Er gab ferner illustrierte bibliophile Bände heraus, z.B. «Griechenland», «Kamerun», «Berner Skizzenbuch» und das Kinderbuch «Kiki, Ping & Co.». 1972 starb Hugo Wetli im Alter von nur 56 Jahren an einer schweren Infektionskrankheit in Bern.
Ueli Güdel wurde 1931 in Bern-Bümpliz geboren. Nach der Schulzeit absolvierte er eine Lehre als Dekorateur, Schriftenmaler und Grafiker bei einem Maler Garbani in Bern. Anschliessend war er in diesen Berufszweigen freischaffend tätig. Als Künstler ist er Autodidakt. 1959 heiratete er Ruth Tschannen aus Bern. Schweizweit bekannt wurde sie durch ihre Radiosendungen als Märchenerzählerin. 1970 wurde die Tochter Verena geboren. Ruth und Ueli adoptierten als zweite Tochter ein Mädchen aus Sri Lanka. Ruth Güdel starb 2018. Ueli Güdel profilierte sich als Künstler v.a. mit romantischen Frauendarstellungen, oft versehen mit einem feinen Humor. Auch bäurische, mystische und dramatische Szenen finden sich bei ihm. Seine bevorzugte Technik ist die Ölmalerei mit harmonischen, satten Farben. Genaue Zeichnungen sind oft Vorlagen zu den Ölbildern. Der Künstler schuf auch Holzstiche und Hinterglasbilder. Seine originelle Kunst konnte er in vielen Ausstellungen zeigen: an den Weihnachtsausstellungen in der Kunsthalle Bern und in Galerien, z.B. in der Zähringer Galerie in Bern und in der Galerie von Hugo Ramseyer und Bettina Ramseyer-Kaelin an der Junkerngasse. 2017 konnte er sich sogar an der Ausstellung in Trubschachen beteiligen. Seine Werke präsentierten wir zudem mehrfach auch in unseren Ausstellungen. Ueli Güdel ist bescheiden, stets freundlich und kommunikativ. Er wirkte während einer langen Zeit in einem einfachen Bauernhaus in Jerisberghof bei Gurbrü. Seit 2020 ist er in Bern ansässig.

Die Vernissage findet am Samstag, dem 29. August 2026, im Saal der Kirche Glockental in Steffisburg statt. Nach einer musikalischen Darbietung laden wir zu einem Aperitif ein. Ab 18 Uhr ist die Ausstellung im Höchhus zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.
29.8.2026
16:00 Uhr
Im Saal der Kirche Glockental, Steffisburg
wird später kommuniziert
Simona Arnaldi-Wassmer (mit Angaben von Hans Suter)
wird später kommuniziert
Im Höchhus, Höchhusweg 17, 3612 Steffisburg
30.8.2026
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27.9.2026
Dienstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr
Mit Sandro Fiscalini am Sonntag, 13. September 2026, 15 Uhr Weitere Führungen auf Anfrage (auch ausserhalb der Öffnungszeiten): Fr. 150.– + Fr. 8.– / Person, Tel. 079 410 25 51, sandro.fiscalini(at)gmail.com
Erwachsene: CHF 10.–, Gruppen ab 8 Personen CHF 8.– pro Person. Ermässigt für CHF 7.–: AHV, Kulturlegi des Kantons Bern und Gästekarten der Region. Freier Eintritt: mit Museumspass, Raiffeisenkarten, ICOM-Ausweis, Swiss Travel Pass und für Invalide, Behinderte, Künstlerinnen und Künstler, Lehrlinge, Studierende und Kinder.